Was ist Arthrosamid® und wie wirkt es bei Kniearthrose?

Arthrosamid® ist ein innovatives, injizierbares Hydrogel-Implantat zur Behandlung mittelgradiger bis schwerer Kniearthrose. Es wird einmalig ins Gelenk gespritzt, reduziert Schmerzen, verbessert die Beweglichkeit und verringert Gelenksteifigkeit. Studien zeigen eine langanhaltende Wirkung von mindestens 5 Jahren. Im Gegensatz zu Cortison oder Hyaluronsäure wirkt Arthrosamid unabhängig von der vorhandenen Knorpelmenge und kann eine Knieprothese hinauszögern oder sogar vermeiden.

Reporterin:
Knie- und Gelenkschmerzen – das kennen viele von uns. Heute bei uns im Studio: Dr. Johannes Gründler, herzlich willkommen!
Sie sind ärztlicher Leiter des Zentrums für Mobilität und Facharzt für Orthopädie. Sie bringen heute einen echten Game Changer nach Österreich, stimmt das?

Dr. Gründler:
Vielen Dank für die Einladung. Ja, es geht heute um Arthrosamid®. Das ist ein injizierbares Implantat für mittelgradige bis schwere Abnutzungen im Kniegelenk. Vorgestellt wurde es erstmals 2022 auf internationalen Fachkongressen in Paris und Berlin. Für mich als langjährig tätigen Orthopäden war es ein echtes Aha-Erlebnis: ein Implantat, das man einfach ins Gelenk spritzen kann.

Reporterin:
Das klingt sehr spannend. Viele kennen ja schon Hyaluronsäure oder Eigenbluttherapien. Für wen eignet sich denn diese neue Behandlung?

Dr. Gründler:
Geeignet ist Arthrosamid für Patientinnen und Patienten mit mittelgradiger Arthrose – also wenn im MRT Knorpelschäden Grad II–IV nachweisbar sind. Typische Symptome sind Ruhe- oder Belastungsschmerzen, Anlaufschmerzen, Gelenkergüsse oder Schwellungen nach Belastung.

Reporterin:
Und worin unterscheidet sich Arthrosamid von Hyaluronsäure oder Cortison?

Dr. Gründler:
Cortison ist eine sehr gute Akuttherapie bei Entzündungen und wird von den Kassen übernommen. Aber bei längerer Anwendung schädigt es den Knorpel.
Hyaluronsäure wirkt nur, wenn noch Knorpelzellen vorhanden sind. Man kann sich das wie kleine Luftballons vorstellen, die im Laufe der Zeit „leer“ werden. Mit Hyaluronsäure bläst man sie wieder auf – aber dafür müssen eben noch „Ballons“ da sein.
Arthrosamid hingegen ist ein Hydrogel-Implantat, das unabhängig vom verbliebenen Knorpel wirkt und direkt die Gelenkfunktion verbessert.

Reporterin:
Sie haben ja schon erste Erfahrungen gesammelt. Wie erleben die Patientinnen und Patienten die Therapie?

Dr. Gründler:
Seit dem Frühjahr setzen wir Arthrosamid im Zentrum für Mobilität ein. Eine Patientin mit schwerer Arthrose wollte unbedingt eine Knieprothese vermeiden und war eine der Ersten. Schon drei Tage nach der Injektion kam sie begeistert zurück und konnte wieder deutlich besser gehen – das war für uns ein eindrucksvolles Erlebnis.

Reporterin:
Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Kann man sich also tatsächlich eine Knieprothese und die lange Reha ersparen? Gibt es Nebenwirkungen?

Dr. Gründler:
Nebenwirkungen sind vergleichbar mit anderen Gelenkinjektionen. Manche Patienten spüren kurzfristig ein „volleres Gefühl“ im Knie – das kommt vom Hydrogel. Deshalb empfehlen wir zwei Tage Schonung. Ansonsten unterscheidet sich das Risiko nicht von herkömmlichen Spritzen.

Reporterin:
Wie sieht die Studienlage aus?

Dr. Gründler:
Es gibt inzwischen 5-Jahres-Daten. Sie zeigen einen echten Dreifach-Effekt:

  1. Die Gelenksteifigkeit verschwindet,
  2. Schmerzen werden deutlich reduziert,
  3. Beweglichkeit verbessert sich nachhaltig – und das über mindestens fünf Jahre.

Reporterin:
Das klingt tatsächlich nach einem „Game Changer“. Welche Rolle spielt Arthrosamid im Gesamtkonzept der Arthrosebehandlung?

Dr. Gründler:
Wir sehen es als sehr wichtigen Baustein. Natürlich braucht es vorher eine exakte Abklärung per MRT. Es gibt viele andere Verfahren – PRP, Kollagenpräparate, Hyaluronsäure, Physiotherapie. Aber bei mittelgradiger bis schwerer Arthrose ist Arthrosamid eine hervorragende Option, die das Fortschreiten verlangsamen und Operationen hinauszögern oder sogar vermeiden kann.

Reporterin:
Wie läuft die Behandlung bei Ihnen im Zentrum für Mobilität ab?

Dr. Gründler:
Vor der Injektion prüfen wir sorgfältig, ob Arthrosamid die richtige Therapie ist. Der Patient erhält ein Antibiotikum, dann verabreichen wir die einmalige Spritze ins Gelenk. Danach bleibt er eine halbe Stunde bei uns, bewegt das Knie leicht, damit sich das Hydrogel verteilt, und schont sich zwei bis drei Tage. Nach drei Tagen erfolgt die Nachkontrolle. Viele berichten schon dann von spürbaren Verbesserungen, obwohl man laut Studien eigentlich vier bis sechs Wochen warten sollte.

Reporterin:
Und was möchten Sie Betroffenen mitgeben, die unter Arthrose leiden?

Dr. Gründler:
Wichtig ist: Man muss nicht leiden. Wer Anlaufschmerzen, Ruhe- oder Belastungsschmerzen oder wiederkehrende Schwellungen hat, sollte das abklären lassen. Zusätzlich ist Bewegung entscheidend – der Muskelmantel muss stark sein, um das Gelenk zu stabilisieren. Auch Ernährung und Knochengesundheit spielen eine große Rolle. Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die unterstützend wirken können.

Reporterin:
Vielen Dank, Herr Dr. Gründler. Ich denke, Sie geben vielen Arthrose-Patienten heute Hoffnung, dass es nicht immer die große Operation sein muss.

Dr. Gründler:
Sehr gerne – danke für die Einladung. 

Interview mit Dr. Johannes Gründler: Arthrosamid® – eine neue Hoffnung für Arthrosepatienten

Knie- und Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten orthopädischen Beschwerden. Viele Betroffene greifen zu klassischen Methoden wie Hyaluronsäure- oder Cortisoninjektionen, stoßen dabei aber oft an Grenzen. In diesem Interview erklärt Dr. Johannes Gründler, ärztlicher Leiter des Zentrums für Mobilität in Wien, warum Arthrosamid® für viele Patientinnen und Patienten ein echter Game Changer ist.

Das innovative Hydrogel-Implantat wird einmalig ins Knie gespritzt und wirkt direkt im Gelenk – ganz ohne Operation. Studien belegen, dass Arthrosamid® Schmerzen nachhaltig reduziert, die Beweglichkeit verbessert und die Gelenksteifigkeit verringert. Besonders spannend: Die positiven Effekte halten über mindestens fünf Jahre an. Damit können viele Patientinnen und Patienten eine Knieprothese und die lange Reha-Zeit vermeiden.

Neben den Vorteilen der Therapie geht Dr. Gründler auch auf mögliche Nebenwirkungen, die Nachbetreuung sowie begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie, Muskelaufbau und Ernährung ein. Er betont: „Niemand muss mit Arthroseschmerzen leben – es gibt moderne Lösungen, die nachhaltig helfen.“

👉 Noch mehr Informationen, wissenschaftliche Hintergründe und Details zur Behandlung finden Sie in unserem Artikel:
Arthrosamid® – die sanfte Revolution gegen Kniearthrose