Individuelle Unterstützung für Ihre Füße – und den ganzen Körper
Warum gesunde Füße unsere Basis sind
Unsere Füße tragen uns ein Leben lang – durchschnittlich legen wir im Lauf der Jahre etwa 120.000 Kilometer zurück. Doch obwohl sie täglich Schwerstarbeit leisten, schenken wir ihnen oft zu wenig Beachtung. Erst wenn Schmerzen oder Beschwerden auftreten, wird vielen bewusst, wie zentral die Fußgesundheit für unser gesamtes Wohlbefinden ist.
Orthopädische Einlagen bieten eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, gezielt auf Beschwerden einzugehen, Fehlstellungen zu korrigieren und den Alltag spürbar angenehmer zu gestalten – unabhängig vom Alter oder der Lebenssituation.
Was sind orthopädische Einlagen?
Orthopädische Einlagen sind medizinische Hilfsmittel, die in den Schuh eingelegt werden und dort eine gezielte Funktion übernehmen. Anders als einfache Komforteinlagen oder Gelsohlen aus dem Handel, die lediglich weich dämpfen oder kurzfristig bequem wirken, sind orthopädische Einlagen individuell auf den Fuß, den Körperbau und das Beschwerdebild der jeweiligen Person abgestimmt.
Sie gehören in der Orthopädietechnik zu den sogenannten „passiven orthopädischen Hilfsmitteln“ – das bedeutet: Sie wirken nicht aktiv wie etwa ein Trainingsgerät, sondern unterstützen und beeinflussen die Körperstatik passiv über den Kontakt zum Fuß.
Ziele orthopädischer Einlagen
Je nach Indikation verfolgen orthopädische Einlagen unterschiedliche therapeutische Ziele:
- Korrektur von Fehlstellungen (z. B. Knick-, Senk- oder Spreizfuß)
- Druckentlastung empfindlicher Zonen (z. B. bei Diabetes oder Rheuma)
- Führung des Fußes bei instabilem Gang
- Verbesserung der Körperstatik – vom Fuß über das Knie bis zur Wirbelsäule
- Dämpfung und Stoßabsorption, z. B. bei Fersenschmerzen oder beim Sport
Dabei werden nicht nur die Füße entlastet – oft zeigen sich Verbesserungen auch in höher liegenden Körperregionen wie Knie, Hüfte oder Rücken, da die gesamte Achsstellung beeinflusst wird.
Anatomische Grundlagen
Unsere Füße bestehen aus 26 Knochen, 33 Gelenken, über 100 Bändern und zahlreichen Muskeln. Dieses hochkomplexe System ist täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Wenn einzelne Strukturen – z. B. das Fußgewölbe – geschwächt oder überlastet sind, kann dies zu Beschwerden führen.
Orthopädische Einlagen greifen genau hier an: Sie wirken durch Druckumverteilung, gezielte Stützung oder Führung auf das Fußskelett ein und helfen so, Dysbalancen auszugleichen oder Schmerzen zu reduzieren.
Wann sind orthopädische Einlagen sinnvoll?
Die Einsatzmöglichkeiten orthopädischer Einlagen sind vielfältig und reichen von leichter Überlastung bis hin zu chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat. In den folgenden Kapiteln zeigen wir konkrete Einsatzbereiche auf – immer mit dem Ziel, für den Alltag echte Entlastung zu schaffen.
Fußfehlstellungen erkennen und behandeln
Viele Menschen leiden unter Fußfehlstellungen, ohne es zu wissen. Besonders häufig sind:
- Senkfuß – das Längsgewölbe ist abgesunken
- Plattfuß – der gesamte Fuß liegt nahezu flach auf
- Spreizfuß – das Quergewölbe ist abgesenkt, oft mit Ballenbildung
- Knickfuß – der Fuß kippt nach innen
- Hohlfuß – überhöhtes Fußgewölbe, oft mit Druckschmerzen
Diese Fehlstellungen wirken sich nicht nur auf den Fuß selbst aus, sondern beeinflussen oft die gesamte Körperhaltung. Individuell angepasste Einlagen stützen gezielt das betroffene Gewölbe, fördern eine gesunde Fußführung und beugen Folgeproblematiken vor.
Knieschmerzen, Hüftbeschwerden & Rückenschmerzen
Fehlstellungen im Fuß können eine Kettenreaktion auslösen: Die Belastung verteilt sich ungleichmäßig auf Knie, Hüfte und Wirbelsäule. Die Körperachse gerät aus dem Gleichgewicht – oft über Jahre unbemerkt. Beschwerden wie Knieschmerzen, Hüftverspannungen oder Kreuzschmerzen sind häufig die Folge.
Eine exakt angepasste Einlage kann durch gezielte Korrektur der Fußstellung für eine bessere Körperachse sorgen – und so indirekt zur Entlastung höher gelegener Gelenke beitragen.
Im Alltag und Beruf
Berufe mit langem Stehen oder Gehen fordern unsere Füße besonders heraus. Pflegekräfte, Verkäufer:innen, Handwerker:innen oder Gastronomiemitarbeiter:innen sind oft acht Stunden oder länger auf den Beinen. Die Folge: müde Füße, Brennen im Vorfuß, Fersenschmerzen oder schmerzende Waden.
Hier können Einlagen den Alltag spürbar erleichtern:
- Durch gezielte Dämpfung und Polsterung
- Durch Entlastung überlasteter Strukturen
- Durch Führung des Fußes bei Ermüdung
Im Sport
Auch sportlich aktive Menschen profitieren von orthopädischen Einlagen – nicht nur bei bestehenden Beschwerden, sondern auch präventiv. Besonders bei Sportarten mit hoher Stoßbelastung wie Laufen, Wandern oder Ballsport können individuell angepasste Einlagen helfen, die Belastung optimal zu verteilen und typische Überlastungsschäden zu vermeiden.
Typische Einsatzbereiche im Sport:
- Achillessehnenreizung
- Plantarfasziitis (Fersenschmerz)
- Schienbeinkantensyndrom
- Instabilität im Sprunggelenk
Im Alter
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Füße: Das Fettpolster wird dünner, Bänder und Sehnen verlieren an Spannkraft, das Risiko für Fehlstellungen und Stürze steigt. Orthopädische Einlagen können helfen, die Mobilität zu erhalten und den Gang sicherer zu machen – durch:
- Sanfte Führung des Fußes
- Druckentlastung sensibler Zonen
- Stabilisierung bei Gangunsicherheit
Bei Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern sollten Einlagen nur nach genauer ärztlicher Untersuchung und bei klarer Indikation verwendet werden. In bestimmten Fällen – z. B. bei ausgeprägtem Knick-Senkfuß, starkem Gangbild oder Schmerzen – können Einlagen die natürliche Entwicklung unterstützen.
Wichtig: Die Füße von Kindern verändern sich ständig. Regelmäßige Kontrollen und Anpassungen sind entscheidend.
Individuell gefertigt vs. Konfektion von der Stange
Wenn man von „Einlagen“ spricht, ist oft nicht klar, wie groß die qualitativen und funktionellen Unterschiede zwischen individuell gefertigten orthopädischen Einlagen und konfektionierten Einlegesohlen aus dem Handel wirklich sind. Dabei ist es entscheidend, sich bewusst zu machen, dass es sich hierbei um zwei vollkommen unterschiedliche Produktkategorien handelt:
- Die eine ist ein medizinisches Hilfsmittel, das auf ärztlicher Verordnung basiert und von Orthopädietechniker:innen exakt angepasst wird.
- Die andere ist ein Massenprodukt, das meist auf kurzfristigen Komfort ausgelegt ist – vergleichbar mit einer weichen Matratze, die sich zwar angenehm anfühlt, aber keine therapeutische Wirkung entfaltet.
Unterschiede auf einen Blick
Warum individuell gefertigte Einlagen die bessere Wahl sind
Orthopädische Einlagen, die individuell durch Orthopädietechniker:innen angefertigt werden, sind das Ergebnis einer medizinischen Diagnose und einer detaillierten Analyse des Fußes. Je nach Krankheitsbild oder Beschwerdebild werden dabei Faktoren berücksichtigt wie:
- Form des Fußgewölbes
- Druckverteilung im Stand und beim Gehen
- Gelenkachsen in Knie und Hüfte
- eventuelle Beinlängendifferenzen
- Vorerkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Fersensporn
Anhand dieser Daten wird ein Einlagenkonzept entwickelt, das den Fuß gezielt führt, stützt und entlastet. Die eingesetzten Materialien variieren je nach Zielsetzung – ob für Alltag, Beruf, Sport oder Therapie. So können beispielsweise festere Zonen zur Korrektur mit weicheren Zonen zur Druckentlastung kombiniert werden.
Solche Einlagen sind echte Unikate – sie werden individuell gefräst, geschäumt oder aufgebaut und exakt auf den jeweiligen Schuh angepasst.
Konfektionierte Einlagen: bequem, aber begrenzt wirksam
Im Gegensatz dazu sind vorgefertigte Einlegesohlen standardisierte Produkte, die oft im Sportfachhandel, in Drogerien oder online erhältlich sind. Sie bestehen meist aus einem dämpfenden Schaumstoff, Gel oder Kunststoff, der für ein angenehmeres Tragegefühl sorgt.
Solche Sohlen können kurzfristig das Empfinden verbessern, etwa bei harter Sohle im Schuh oder bei langen Spaziergängen. Sie bieten jedoch:
- keine gezielte Unterstützung
- keine individuelle Druckverteilung
Auch bei chronischen Beschwerden oder bei Diagnosen wie Spreizfuß, Plattfuß oder Hallux valgus sind konfektionierte Einlagen nicht geeignet. Sie können sogar kontraproduktiv sein, wenn sie Druckpunkte verschieben oder den Fuß falsch belasten.
Warum Beratung entscheidend ist
Eine orthopädische Einlage erfüllt dann ihren Zweck, wenn sie:
- exakt angepasst wurde,
- regelmäßig kontrolliert wird,
- und auf das richtige Schuhwerk abgestimmt ist.
Deshalb gehört zur Versorgung mit Einlagen immer ein Beratungsgespräch durch Fachpersonal – z. B. Orthopädietechniker:innen bei bständig oder dem ZFM – Zentrum für Mobilität in Wien. Nur so ist sichergestellt, dass die Einlage auch wirklich dort wirkt, wo sie soll.
Wann sind Konfektions-Einlagen sinnvoll?
Trotz aller Einschränkungen gibt es Anwendungsfälle, in denen einfache Einlagen aus dem Handel ergänzend nützlich sein können:
- als kurzfristige Dämpfung auf Reisen oder langen Veranstaltungen
- als Übergangslösung bis zur Anfertigung einer orthopädischen Einlage
- bei Menschen ohne Beschwerden, die einfach etwas „mehr Komfort“ möchten
Aber auch hier gilt: Bei anhaltenden Schmerzen oder Veränderungen am Fuß sollte immer eine medizinische Abklärung erfolgen.
Fazit
Orthopädische Einlagen aus der Orthopädietechnik sind echte Gesundheitslösungen – keine simplen Schuhzubehörteile. Sie bieten:
✅ eine auf die Person abgestimmte Versorgung
✅ eine medizinisch fundierte Wirkung
✅ nachhaltige Unterstützung für Füße, Gelenke und Haltung
Welche Einlagenarten gibt es?
Orthopädische Einlagen sind so individuell wie die Menschen, die sie tragen. Je nach Beschwerdebild, Einsatzbereich, Aktivitätslevel und Ziel der Versorgung kommen unterschiedliche Einlagenarten zum Einsatz – von klassischen stützenden Modellen bis hin zu hochmodernen sensomotorischen oder digital designten Einlagen. In der Orthopädietechnik hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt – sowohl in Bezug auf Materialien als auch auf die Herstellungstechnologie.
Nachfolgend geben wir dir einen umfassenden Überblick über die gängigen und modernen Einlagenarten.
1. Weichpolstereinlagen (Weichschaumeinlagen)
Diese Einlagen bestehen aus weichem, dämpfendem Material wie EVA-Schaum oder Multischicht-Polstern. Sie dienen in erster Linie der Druckverteilung und Entlastung empfindlicher Strukturen.
Einsatzgebiete:
- Diabetisches Fußsyndrom
- Rheumatische Erkrankungen
- Arthrotische Füße
- Schmerzhafte Schwielen, Druckstellen
Besonderheiten:
- Sehr komfortabel
- Ideal für empfindliche Haut
- Häufig in Kombination mit speziellen Therapieschuhen
2. Stützende Kork-Leder-Einlagen
Der Klassiker unter den orthopädischen Einlagen: Sie bestehen meist aus einer stabilen Trägerschicht aus Kork oder thermoplastischem Kunststoff und sind mit Leder oder Mikrofaser überzogen. Diese Einlagen wirken stützend und korrigierend auf das Fußgewölbe.
Einsatzgebiete:
- Senk-, Spreiz-, Knickfuß
- Hohlfuß
- Beschwerden durch statische Fehlstellungen
- Alltag, Beruf, Freizeit
Besonderheiten:
- Formstabil, langlebig
- Unterschiedliche Härtegrade je nach Bedarf
- Flach oder mit Längs-/Quergewölbestützen aufgebaut
3. Sensomotorische Einlagen (keine Kassenleistung)
Diese Einlagenart basiert auf einem neurophysiologischen Prinzip: Sie aktiviert durch gezielte Druckpunkte die Muskelketten, die für die Fußstellung und Körperhaltung verantwortlich sind. Anders als klassische Einlagen, die passiv stützen, wirken sensomotorische Einlagen aktiv über sensorische Reize auf die Fußmuskulatur.
Einsatzgebiete:
- Kinder mit Gangbildabweichungen (z. B. Zehenspitzengang)
- neurologische Erkrankungen
- muskuläre Dysbalancen
- funktionelle Beschwerden ohne strukturelle Fehlstellung
Besonderheiten:
- Stimuliert propriozeptive Wahrnehmung
- Fördert aktive Muskelarbeit
- Wird häufig in Zusammenarbeit mit Physiotherapie verwendet
4. Sport-Einlagen (keine Kassenleistung)
Sporteinlagen sind speziell für dynamische Belastungen beim Sport entwickelt. Sie kombinieren dämpfende Eigenschaften mit gezielter Stabilisierung und Führung – abhängig von der Sportart. Häufig kommen hier moderne Materialien wie Carbonfaser, stoßabsorbierender EVA-Schaum oder atmungsaktive Textilien zum Einsatz.
Einsatzgebiete:
- Lauf- und Ausdauersport (Jogging, Triathlon)
- Ballsportarten (Fußball, Basketball, Tennis)
- Wandern und Outdoor-Aktivitäten
- Wintersport (Ski, Snowboard)
Besonderheiten:
- Individuell auf Sportart abgestimmt
- Unterstützen schnelle Bewegungswechsel
- Reduzieren Verletzungsrisiko (z. B. Überpronation)
5. Einlagen für Sicherheitsschuhe und Berufsschuhe
Im gewerblichen Bereich – z. B. in Industrie, Bau oder Handwerk – gelten besondere Anforderungen. Sicherheitsschuhe unterliegen strengen Normen (z. B. EN ISO 20345). Die passenden Einlagen müssen zertifiziert und kompatibel mit dem jeweiligen Schuhmodell sein, um die Schutzfunktion nicht zu beeinträchtigen.
Einsatzgebiete:
- Stehende oder gehende Tätigkeiten auf harten Böden
- Belastung durch schweres Heben
- Arbeitsunfälle vorbeugen durch Stabilität
Besonderheiten:
- Antistatisch, durchtrittsicher, schwer entflammbar je nach Norm
- Individuelle Versorgung bei Berufskrankheiten (z. B. Fersensporn, Arthrose)
- Häufig über die Unfallversicherung oder Arbeitsmedizin abrechenbar
6. Einlagen für Kinder und Jugendliche
Kinderfüße entwickeln sich ständig – deshalb erfordern Einlagen im Kindes- und Jugendalter eine besonders sorgfältige Planung. Je nach Alter und Entwicklung kann es sinnvoll sein, gezielt auf Muskelaktivität, Haltungskontrolle oder Bewegungstraining einzuwirken.
Einsatzgebiete:
- Ausgeprägter Knick-Senkfuß
- Fußfehlstellungen mit Schmerzen
- Gangbildauffälligkeiten (Zehenspitzengang, X-Beine)
- Frühzeitige Wachstumsanomalien
Besonderheiten:
- Regelmäßige Anpassung notwendig (ca. alle 6–12 Monate)
- Kombination mit sensomotorischen Reizen möglich
Kindgerechte Materialien und Farben
Moderne Technologien in der Einlagenversorgung
Die Orthopädietechnik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue Fertigungsmethoden und digitale Analyseverfahren ermöglichen heute noch präzisere, effizientere und individuellere Einlagenlösungen. Hier ein Überblick über moderne Technologien:
3D-Fußvermessung & digitale Ganganalyse
Moderne Fußscanner und Druckmessplatten erlauben eine berührungslose Erfassung der Fußform, Belastungsverteilung und Bewegung. So können:
- Druckspitzen beim Gehen erkannt
- asymmetrische Belastungen sichtbar
- und komplexe Fehlstellungen besser analysiert werden
Diese Daten fließen direkt in die CAD-gestützte Konstruktion der Einlage ein.
CAD/CAM-Technologie
Mit computergestütztem Design (CAD) und maschineller Fräsung (CAM) können Einlagen millimetergenau produziert werden. Vorteile:
- Hohe Präzision und Wiederholbarkeit
- Komplexe Formen umsetzbar
- Schneller Produktionsprozess
Neue Materialkombinationen
Dank innovativer Materialtechnologie können heute hybride Einlagen gebaut werden – z. B.:
- Carbon-Elemente für gezielte Stabilität ohne zusätzliches Gewicht
- Memory-Schäume, die sich exakt an den Fuß anpassen
- Mikrofaserschichten, die atmungsaktiv und antibakteriell wirken
So entstehen orthopädische Einlagen
Orthopädische Einlagen sind keine Produkte „von der Stange“ – sie werden maßgeschneidert, präzise geplant und handwerklich gefertigt. Die Herstellung folgt einem strukturierten Prozess, bei dem medizinische Diagnostik, technische Expertise und moderne Messtechnologie ineinandergreifen.
Bei bständig in Wien wird besonderer Wert auf eine ganzheitliche Herangehensweise gelegt – mit dem Ziel, eine Einlage zu entwickeln, die perfekt zum Fuß, zur Bewegung und zum Alltag der Patient:innen passt. Dabei kommt nicht nur orthopädisches Know-how zum Einsatz, sondern auch modernste Analyse- und Fertigungstechnik.
1. Anamnese & ärztliche Verordnung
Der Weg zur orthopädischen Einlage beginnt mit einer ärztlichen Diagnose – z. B. durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie oder Physikalische Medizin. Die Verordnung bildet die medizinische Grundlage für die Einlagenversorgung. Häufige Indikationen sind:
- Fußfehlstellungen (z. B. Knick-Senkfuß, Spreizfuß)
- Schmerzen beim Gehen oder Stehen
- Beschwerden im Knie, in der Hüfte oder im Rücken
- Druckstellen, Schwielen, Fersensporn oder diabetischer Fuß
2. Podologische Analyse bei bständig (keine Kassenleistung)
Anschließend erfolgt bei bständig eine ausführliche podologische Fußanalyse, bei der der Fuß in Ruhe und in Bewegung betrachtet wird. Die Analyse umfasst mehrere Schritte:
- Inspektion des Fußes: Form, Achsenstellung, Fußgewölbe, Hautbild
- Trittspur-Analyse: Beurteilung der Druckverteilung im Stand
- Bewegungsanalyse: Beobachtung von Gangbild, Abrollverhalten und Muskelaktivität
- Schuhanalyse: Kontrolle des vorhandenen Schuhwerks
Besonders spannend ist dabei die Verknüpfung mit dem dynamischen Bewegungsverhalten: Denn Beschwerden treten oft nicht in Ruhe, sondern beim Gehen, Laufen oder Arbeiten auf. Deshalb bietet bständig bei Bedarf auch dynamische Ganganalysen an – ein wesentlicher Bestandteil bei Sporteinlagen oder komplexeren Versorgungssituationen.
3. Digitale Vermessung & Trittschaum
Je nach Versorgungsform kommen unterschiedliche Messmethoden zum Einsatz. Häufig werden zwei Verfahren kombiniert:
- Trittschaumabdruck: Der Fuß wird in ein spezielles Schaumkissen gedrückt – so entsteht ein dreidimensionaler Abdruck des Fußreliefs. Dieses Verfahren ist besonders hilfreich bei stark deformierten oder empfindlichen Füßen.
- Digitale 3D-Fußvermessung: Hierbei wird die Fußform berührungslos per Scanner oder Druckmessplatte erfasst. Dabei können kleinste Unterschiede in Fußgewölbe, Belastung oder Fußstellung sichtbar gemacht werden – auch unter Belastung (z. B. im Stand oder in Bewegung).
Diese Daten dienen als Grundlage für die Konstruktion der Einlage.
4. Einlagenkonzept & Materialwahl
Basierend auf den Analyseergebnissen und den Angaben der Patient:innen (z. B. Alltagsschuhe, Beruf, Sportverhalten) erstellt der Orthopädietechniker oder die Technikerin ein individuelles Versorgungskonzept.
Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt:
- Funktion: Soll die Einlage eher stützen, führen, dämpfen oder aktivieren?
- Materialien: Kombination aus festen (z. B. Kork, Carbon) und weichen (z. B. EVA, Memoryschaum) Komponenten
- Zielgruppe: Unterschiedliche Anforderungen bei Diabetikern, Kindern, Sportler:innen oder Senioren
- Schuhwerk: Einlage muss in Alltagsschuhe, Sportschuhe oder Berufsschuhe integrierbar sein
Ein gutes Beispiel hierfür ist die dynamische Sporteinlage, wie sie bei bständig gefertigt wird: Hier liegt der Fokus nicht auf statischer Korrektur, sondern auf Führung des Fußes bei hoher Belastung, Stoßdämpfung und Verletzungsprävention – alles angepasst an die jeweilige Sportart.
5. Fertigung – Handwerk & Hightech
Die eigentliche Fertigung erfolgt im hauseigenen Orthopädiewerkstattbereich. Hier werden die Einlagen:
- gefräst (z. B. bei digitalen Vorlagen)
- per Hand aufgebaut (z. B. bei komplexen Korrektureinlagen)
- geschäumt (z. B. bei sensomotorischen oder Weichpolstereinlagen)
Je nach Bauart werden Pelotten (Polsterungen), Keile, Stützelemente oder Fersenschalen eingearbeitet. Die finale Form wird exakt an die zuvor gemessene Fußkontur angepasst – inklusive Bezugsmaterial, z. B. atmungsaktive Mikrofaser oder pflanzlich gegerbtes Leder.
6. Anprobe & Feinanpassung
Nach der Fertigung erfolgt die Anprobe mit dem Originalschuh. Dabei wird geprüft:
- Sitzt die Einlage korrekt?
- Passt sie ohne Druckstellen in den Schuh?
- Ist die gewünschte Wirkung spürbar?
- Gibt es Einschränkungen beim Gehen?
Wenn nötig, wird direkt vor Ort nachjustiert – z. B. durch Abflachen von Erhöhungen, Nachfräsen oder Ergänzen von Polstern.
Besonders bei Sporteinlagen wird die Funktion in der Bewegung getestet – idealerweise durch eine kurze Laufprobe oder gezielte Übungen.
7. Dokumentation & Kontrolle
Zum Abschluss wird die Versorgung dokumentiert, und die Kund:innen erhalten Hinweise zur Eingewöhnung:
- Einlagen sollten in den ersten Tagen nur stundenweise getragen werden.
- Leichte Muskelreaktionen (z. B. Wadenverspannung) sind normal.
- Nach ca. 14 Tagen sollte eine erste Rückmeldung erfolgen.
In der Regel wird eine jährliche Kontrolle empfohlen – bei Kindern oder aktiven Sportler:innen auch häufiger.
Fazit: Hightech trifft Handwerk – für Ihre Fußgesundheit
Die Entstehung orthopädischer Einlagen ist ein spannender Mix aus moderner Messtechnik, medizinischem Know-how und handwerklicher Präzision. Bei bständig in Wien kommt dabei nicht nur jahrzehntelange Erfahrung zum Einsatz, sondern auch ein hohes Maß an Individualisierung: von der Analyse über die Materialwahl bis zur Anpassung an deinen Alltag oder Sport.
Einlagen von bständig sind keine Massenware – sie sind das Ergebnis eines durchdachten Prozesses, der immer ein Ziel verfolgt: deine Mobilität nachhaltig zu verbessern.
Kostenübernahme durch Krankenkassen in Österreich
Orthopädische Einlagen sind ein medizinisches Hilfsmittel – und damit in vielen Fällen leistungsfähig durch die gesetzlichen Krankenkassen in Österreich. Doch wie genau läuft das ab? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und worauf sollte man als Patient:in achten, um unnötige Kosten zu vermeiden?
In diesem Abschnitt findest du die wichtigsten Informationen zur Kostenübernahme, Verordnung und praktischen Tipps, wie du deine Einlagenversorgung korrekt und unkompliziert mit deiner Krankenkasse abwickeln kannst.
Wer hat Anspruch auf eine Kostenübernahme?
Grundsätzlich übernehmen alle gesetzlichen Krankenversicherungsträger in Österreich einen Teil der Kosten für orthopädische Einlagen, wenn eine medizinische Indikation vorliegt und die Einlage bei einem zugelassenen Vertragspartner angefertigt wird.
Zu den Kassen zählen u. a.:
- ÖGK – Österreichische Gesundheitskasse
www.gesundheitskasse.at - SVS – Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen
www.svs.at - BVAEB – Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau
www.bvaeb.at
Voraussetzungen für die Kostenbeteiligung
Damit die Krankenkasse einen Kostenanteil übernimmt, müssen bestimmte formale Schritte eingehalten werden:
- Ärztliche Verordnung:
Die Einlagen müssen ärztlich verordnet werden – z. B. durch eine:n Allgemeinmediziner:in oder Fachärzt:in für Orthopädie. Die Verordnung muss korrekt ausgefüllt sein, inkl. medizinischer Begründung (z. B. „Knick-Senkfuß“ oder „Fersensporn“). - Vertragspartner aufsuchen:
Die Einlagen müssen bei einem Vertragspartner deiner Krankenkasse gefertigt werden – wie z. B. bständig. Nur dann ist eine Abrechnung möglich. - Einreichung bei der Kasse (je nach Kasse unterschiedlich):
- Die Abrechnung erfolgt über den Vertragspartner.
Quick Help Guide: So kommst du zu orthopädischen Einlagen mit Kostenübernahme
Was kostet ein Paar Einlagen mit und ohne Kasse?
- Mit Kasse: 43 Euro Selbstbehalt
- Ohne Kasse: 120 bis 200 Euro Selbstbehalt, je nach Ausführung
Wie oft übernimmt die Kasse Einlagen?
- In der Regel: 1 Paar Einlagen pro Jahr
- Bei Bedarf (z. B. Kinder im Wachstum, Sportler, Diabetiker): auch 2 oder mehr Paare möglich – mit entsprechender Begründung
Worauf solltest du achten?
- Einlagen immer in Kombination mit passendem Schuhwerk tragen. Die Kassenversorgung deckt nur die Einlage – nicht die Schuhe.
- Rechnungen gut aufbewahren, Gewährleistung 6 Monate.
- Kinder und Jugendliche haben oft Anspruch auf zwei Versorgungen pro Jahr, je nach Wachstum und medizinischer Notwendigkeit.
- Wenn du private Zusatzversicherungen hast, lohnt es sich, nach einer Komplettübernahme zu fragen.
Tipp: bständig übernimmt für dich den Papierkram
Als Vertragspartner der österreichischen Kassen bietet bständig eine direkte Abwicklung mit vielen Krankenkassen über die e-Card. Das heißt:
Du musst dich nicht selbst um die Abrechnung kümmern – die Fachberater:innen bei bständig erledigen das für dich. So kannst du dich ganz auf deine Versorgung konzentrieren.
Fazit: Gut versorgt – mit Kassenleistung und professioneller Beratung
Orthopädische Einlagen sind eine der am häufigsten bewilligten medizinischen Hilfsmittel in Österreich – und das aus gutem Grund. Mit einer ärztlichen Verordnung, einem kompetenten Vertragspartner wie bständig und einer direkten Abrechnung mit Ihrer Kasse steht einer guten Versorgung nichts im Weg.
Nutze deine Möglichkeiten und lass dich professionell beraten – für schmerzfreie Schritte im Alltag, Beruf oder Sport.
Wer wir sind: bständig – Ihr Partner für Mobilität in Wien
Als Partner des ZFM – Zentrum für Mobilität in Wien steht bständig seit Jahrzehnten für professionelle orthopädische Versorgung. Unser Ziel ist es, Menschen mehr Lebensqualität durch individuelle Lösungen zu bieten – von maßgefertigten Einlagen über Bandagen bis hin zu Mobilitätsprodukten.
Unser Team aus erfahrenen Orthopädietechniker:innen arbeitet mit modernster Technik und nach höchsten Qualitätsstandards. Die persönliche Beratung steht bei uns im Mittelpunkt – egal ob bei Fußproblemen im Alltag, bei Kindern oder im Beruf.
