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Knochenmarködem

Definition Knochenmarködem

Unter Knochenmarködem versteht man eine schmerzhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Knochengewebe. Es kann in der Regel in fast allen Knochen des Körpers auftreten. Am häufigsten betroffen sind jedoch Gelenke wie das Kniegelenk, das Sprunggelenk und das Hüftgelenk.

Ursachen eines Knochenmarködems

Ein Knochenmarködem kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Zu den möglichen Auslösern zählen Grunderkrankungen, Durchblutungsstörungen, Überbelastung und Verletzungen des Knochens, die zu einer Ansammlung von Flüssigkeit führt.

Hier sind einige der bekanntesten Ursachen eines Knochenmarködems:

Fußballspielerin hält sich das Knie - Bild vor der Anwendung einer Knorpeltherapie bei Dr. Lang

Arten von Knochenmarködemen

Knochenmarködeme können in verschiedenen Körperzonen auftreten, wobei bestimmte Bereiche häufiger betroffen sind als andere.

Tennisspieler hält sich während des Spiels die rechte Schulter vor Schmerzen

Bereiche eines Knochenmarködems

Je nach Position innerhalb des Knochens kann ein Knochenmarködem unterschiedliche Bereiche betreffen:

Charakteristika eines Knochenmarködems

Je nach dem Signal im MRT können Knochenmarködeme unterschiedliche Charakteristika aufweisen:

Für die Diagnosestellung und die Bestimmung des Schweregrades eines Knochenmarködems hilft den medizinischen Fachkräften die Bewertung des MRT-Signals. Es ermöglicht ihnen auch die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung der Wirksamkeit der Behandlung.

Symptome

Zu Beginn machen sich Schmerzen bei Belastung der betroffenen Region bemerkbar. Ein Klopfschmerz und eine lokale Erwärmung können Anzeichen für ein Knochenmarködem sein. Aufgrund der erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Knochen steigt der Druck und dadurch werden starke Schmerzen verursacht. Im weiteren Verlauf treten auch in Ruhephasen und während der Nacht Schmerzen auf, die den Nachtschlaf massiv beeinträchtigen können. Dadurch nehmen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit im Alltag ab, und aufgrund des nahezu konstanten Schmerzes wird die Mobilität zunehmend eingeschränkt. Der Schmerz zeigt sich als therapieresistent, da herkömmliche Schmerzmittel kaum Wirkung zeigen.

Diagnose

Die Magnetresonanztomographie (MRT) stellt als einzige Möglichkeit ein verlässliches Verfahren zur Diagnose eines Knochenmarködems dar. In Röntgenbildern sind Knochenmarködeme für gewöhnlich unauffällig, außer die Erkrankung befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Zusätzlich können Mikrofrakturen auch mithilfe eines Dünnschicht-Computertomographie (CT) sichtbar gemacht werden. Um die auslösende Ursache für das Knochenmarködem zu bestimmen, werden eine detaillierte Patientengeschichte (Anamnese) sowie ergänzende Laboruntersuchungen durchgeführt.

Eine möglichst frühe Diagnose hat einen erheblichen Einfluss auf den Heilungserfolg und in vielen Fällen kann durch eine frühzeitige Behandlung ein operativer Eingriff vermieden werden.

Behandlung und Therapie eines Knochenmarködems

Die Therapie wird individuell und je nach Art, Lokalisation und Schwere des Knochenmarködems angepasst.

Mögliche Therapieformen

Entlastungstherapie – bei Knochenmarksödem in Hüfte oder Knie:
Die Entlastungstherapie ist eine konservative Therapieform und eignet sich besonders im Frühstadium eines Knochenmarködems. Sie zielt darauf ab, das betroffene Gelenk zu entlasten, was eine vollständige Ruhepause von Belastung oder eine Änderung des Belastungsstatus beinhaltet. Dies erfolgt B. durch den Einsatz von Unterarmstützen für einen Zeitraum von 6 Wochen. Durch MRT-Verlaufsuntersuchungen kann der Arzt den Heilungsprozess des Knochens überwachen und verfolgen. Diese Therapie kann dazu beitragen, Schäden an den Blutgefäßen zu verhindern, die das betroffene Gelenk versorgen.

Kernspinresonanztherapie (MBST):
Die Kernspinresonanztherapie ist eine nichtinvasive Therapieform, das heißt ohne operativen Eingriff, und hat sich als eine vielversprechende Therapieform in der Behandlung des Knochenmarködems entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Behandlungsmethoden wie dem Anbohren des Knochens oder einer stationären 5-tägigen Infusionsserie mit unangenehmen Nebenwirkungen gilt die Kernspinresonanztherapie als eine schmerzfreie Alternative.

Bei der Behandlung durch die Kernspinresonanztherapie liegt der Patient für jeweils neun einstündige Sitzungen auf einer modernen therapeutischen Liege. Diese Liege erzeugt ein hochenergetisches, frequenzüberlagertes Magnetfeld, um das Ödem zu therapieren und zu entfernen. Bereits drei Monate nach den durchgeführten Behandlungen wurden in allen bisherigen Fällen äußerst zufriedenstellende Ergebnisse festgestellt. Die meisten Patienten berichten schon nach der fünften Sitzung einer deutlichen Linderung der Schmerzen.

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT):
Stoßwellen sind hochenergetische Druckwellen, die sich neuerdings als eine weitere nichtinvasive Behandlungsform bei Knochenmarködemen etabliert hat. ESWT ist auch eine wirksame Behandlungsform bei Tendinopathie der Schulter, Ellbogen, Knie oder Ferse.

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO):
Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie wird die venöse Drainage wiederhergestellt und die Mikrozirkulation verbessert, indem sie den Druck im Knochen reduziert. Darüber hinaus fördert sie die Sauerstoffversorgung des Gewebes, verringert Ödeme und unterstützt die Bildung neuer Blutgefäße (Angioneogenese). Die HBO-Therapie kann als Ergänzung zur operativen Behandlung oder als eigenständige primäre Therapieoption eingesetzt werden.

Operative Therapie:
Diese Therapieform, bei der operativ durch das Anbohren der betroffenen Region eine Entlastung herbeigeführt wird, wird nur in schwerwiegenden Fällen und als letzte Option empfohlen. Anschließend erfolgt eine 6-wöchige Entlastung.

Medikamentöse Therapie:
Da die Wirksamkeit von Schmerzmittel bei Knochenmarködemen sehr gering ist, liegt der Fokus in der Ursachentherapie.

Ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Aspekt in der langfristigen Therapie besteht auch darin, den Lebensstil in Form einer gesunden Ernährung, einer Gewichtsreduktion oder dem Einstellen des Rauchens zu verändern. Additional sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mikronährstoffen geachtet werden.

Heilungsaussichten bei einem Knochenmarködem

Der Verlauf und die Zeit bis zur Ausheilung ist individuell und variiert je nach zugrunde liegender Ursache und dem Schweregrad. Daher ist eine genaue Genesungszeit nicht prognostizierbar. Ein Knochenmarködem heilt in der Regel bei korrekter und konsequenter Behandlung vollständig und ohne verbleibende Symptome aus. Bei einem komplexen Ödem, das nicht auf konservative Therapien anspricht, kann die Erholungszeit länger sein und von Fall zu Fall unterschiedlich ausfallen. Nach einer Operation muss mit einer Genesungszeit von etwa sechs Wochen bis zur vollständigen Heilung des Knochens gerechnet werden.

Unsere Expertise zum Thema Knochenmarködem

Im ZFM sind wir seit vielen Jahren auf Knochenmarködeme spezialisiert und können durch unsere langjährige Erfahrung auf ein breites Spektrum an Fachwissen darüber zurückgreifen. Wir sind tagtäglich mit den unterschiedlichsten Fällen von Knochenmarködemen konfrontiert und konnten dabei schon vielen Patienten zurück zu ihrer Mobilität und somit zu einem schmerzfreien Alltag verhelfen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nur zu allgemeinen Informationszwecken gedacht ist und keine ärztliche Behandlung ersetzt. Sollten Sie Beschwerden haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin bei unserem Spezialisten für Knochenmarködeme Dr. Johannes Gründler.

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